Die Faszination der Rauhnächte (24.12. bis 05.01.)

Die Zeit „zwischen den Jahren“ und darüber hinaus bis zum 06. Januar wird auch „die Rauhnächte“ genannt. Damit gemeint ist die gesamte Zeitspanne vom 25.12. bis zum 06.01. (nicht nur die Nächte, da diese Zeit nach altem Brauch die „Nacht des Jahres“ ist).
In dieser sog. Schwellenzeit in der die Nächte endlos und die Tage dunkel und kurz sind, wurde früher nicht gearbeitet und es durften keine Drehbewegungen wie z.B. das Spinnen vollführt werden. Viele Bräuche und Rituale dienten der Vertreibung böser Geister und Dämonen und der Einladung guter Geister, Wesen, Engel usw.

Unter anderem war es Brauch, zu den Rauhnächten Haus und Hof auszuräuchern um schlechte Energien zu vertreiben und das neue Jahr mit guten Einflüssen willkommen zu heißen. Dabei stellt man sich vor, wie die alte Luft und die alten Energien vom Rauch gebunden werden und sich verflüchtigen. Durch kräftiges Lüften werden danach die alte Luft und der Rauch gemeinsam hinausbefördert.

Wer mutig ist, macht in dieser Zeit eine Nachtwanderung auf dem Land, ohne Taschenlampe, nur mit Mondlicht.

Buchtipp: Das Mysterium der Raunächte

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