Von Reus nach Tarragona nach Barcelona. Ein Kurzurlaub.

Dass es in Norddeutschland gerade kaum jemanden lange zuhause hält, wenn sich eine günstige Gelegenheit zur Flucht in die Sonne bietet, sollte klar sein. Auch wenn die Vorhersage baldige Besserung der Temperaturen verspricht, hat mich meine Sehnsucht nach Sonne für ungefähr 2,5 Tage nach Spanien (pardon, Katalonien!) verschlagen.






Das Amphitheater in Tarragona stammt aus der Zeit der Römer.

Klingt kurz und schön, ist es auch, aber was ich euch eigentlich zeigen möchte: wie schön auch die kleine Nachbarstadt (etwa 1 Std. südlich gelegen) von Barcelona ist und wie unglaublich günstig (135 Euro pro Person für Flug und Unterkunft) man dorthin verreisen kann. Und das auch ohne auf den Standard-Luxus von solidem Hotel und Flug verzichten zu müssen.
Zwei Wochen vor Reiseantritt hat es mich überkommen und ich fing an, bei Ryanair nach günstigen Flügen zu schauen – südlichstes Ziel: Reus Bercelona. Wie gewohnt, liegt der Flughafen über eine Stunde vom (angeblichen) Ziel Barcelona entfernt, also habe ich geschaut, was am Nächsten zu Reus und direkt am Meer liegt, und das ist Tarragona.
Das passende Hotel habe ich bei hrs.de gefunden, im Herzen der Stadt und wenige Minuten zu Fuß vom Strand entfernt: das Hotel Lauria hat 3 Sterne und ist noch besser als wir erwartet hatten: Sauberkeit wird groß geschrieben, es gibt sogar einen Außenpool und das Personal ist extrem hilfsbereit und freundlich. Sogar Meerblick vom Balkon ist inbegriffen!





Das Restaurant “La Tagliatelle”, rechts im Bild.


Blick aus dem Zimmer im Hotel Lauria.



Tarragona ist die perfekte Mischung aus Sehenswürdigkeiten / Kultur und Sommer am Strand-Gefühl: zuerst besiedelt um 500 vor Christus, ist die Stadt unheimlich spannend für jeden der ein Interesse an Geschichte und Archäologie hat. Direkt am Strand, nur etwa 3 Fuß-Minuten von unserem Hotel entfernt, steht das alte Amphitheater das geschützt und instandgesetzt wird. Gegen Gebühr darf man sich darin fußläufig umsehen. Viele weitere Ruinen und auch gut erhaltene Bauwerke (zum Beispiel eines der besterhaltenen römischen Aquädukte, das 217 Meter lange Aqüeducte de les Ferreres) zeugen von der alten, römischen Stadt Tarraco. Das “archäologisches Ensemble von Tarraco” wurde zum UNESCO-Welterbe erklärt.
Das hat mich natürlich neugierig gemacht – doch am Ende haben die wunderschönen Sandstrände und Buchten am Mittelmeer die Tage so erhebend gemacht. Bei Sonnenschein haben wir fast 5 Stunden am Strand gelegen und sogar ein kleines Bad im Meer (bis zum Bauch!) war “drin”: 18-21 Grad im Schatten, in der Sonne natürlich mehr, aber immer wieder windige Minuten in denen es im Bikini zu kalt wurde. Trotzdem ist mein Souvenir ein Sonnenbrand an den Beinen.
Zur Abkühlung in Tarragona empfehle ich “raffa gelati” – unsagbar leckeres Eis in seeehr vielen Sorten und für alle die es wärmer mögen: Churros con chocolate! Auf der größten, zentralen Straße in Tarragona “La Rambla Nova” (Nr. 20 ist das Hotel Lauria) liegt mittig eine Flaniermeile mit dem berühmten Denkmal für die Castellers. Dort gibt es an vielen Tagen einen Churros-Stand der absolut empfehlenswert ist!
Für alle die Lust haben, das traditionelle Fettgebäck nach Hause zu holen: ich probiere demnächst einige Rezepte aus und zeige dann hier, wie man Churros selbst machen kann.
Abends sollte man unbedingt den Italiener “La Tagliatelle” ausprobieren. So eine leckere Spaghetti Carbonara habe ich bisher noch nicht gegessen und die Pizzen haben den dünnsten, knackigsten und köstlichsten Boden!




Churros con chocolate



Escola El Miracle: hier werden fast alle Spielsachen aus Müll hergestellt. Und es sieht wunderschön und fantasievoll aus.

Das Castells Denkmal

Dann wollten wir aber doch nicht ganz auf den Charme der nahgelegenen Metropole verzichten und haben uns am 2. Tag in den Zug nach Barcelona gesetzt. Die spanische Bahn heißt “renfe” und im Stundentakt kann man hier für 15 Euro pro Person in einer Stunde nach Barcelona und zurück fahren. Die Strecke führt uns fast die ganze Zeit am Meer entlang und die Reisenden in Katalonien haben uns mit ihrer Ruhe und Gelassenheit im Zugverkehr überrascht. Keine lauten Telefongespräche, alle sitzen still an ihrem Platz und … niemand isst! Wir fühlten uns ganz unverschämt mit unseren mitgebrachten Croissants…

Wer nicht so gerne U-Bahn fährt und nicht unbedingt seine Sohlen ablaufen will, sollte sich unbedingt frühzeitig um eine Karte für die kleinen Mietfahrräder “bicing” in Barcelona kümmern! Ähnlich den Barclays Rädern in London, kann man an vielen Stationen in der Stadt ein Fahrrad “mieten” und an einer anderen Stelle wieder abgeben. Leider ist das nicht spontan möglich. Eine solche Karte muss Wochen vor dem Urlaub über die Website angefordert werden und es dauert etwa 10 Tage bis sie zuhause eintrifft.


Crema Catalan in Barcelona


Der Hafen von Barcelona



Der Blick aus dem Starbucks im Maremagnum




3 Comments

  1. ohgott, die bilder vom blauen meer sind einfach traumhaft *_* da kriegt man direkt wieder fernweh! :)

  2. Ohhh, was für bezaubernde Bilder! Hab über Blueten-staub hier hergefunden & ich bin echt begeistert :) liebe Grüße,
    Petra

  3. Pingback: kurzurlaub

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