What to do in New York? Acht Tage im Herbst.

Im Oktober letzten Jahres habe ich mir endlich einen Traum erfüllt: ich war das erste Mal in New York City und habe die Stadt und all das Drumherum „eingeatmet“. Im Voraus habe ich mich gefragt, was ich unbedingt sehen sollte, und nun weiß ich, dass mir (bis auf den Highline Park – den nannten viele, war für mich aber kein Highlight) jeder etwas anderes sagt und dass das „unbedingt“ für jeden etwas anderes sein kann. Dies sind einige meiner Highlights:

1. Fort Tryon Park / Inwood Hill Park

Ja! Das war es was ich brauchte, nach einigen Tagen in der Großstadt: unberührte Natur. Das Besondere an dem Fort Tryon Park, an der nördlichsten Spitze der Manhatten-Insel gelegen (noch vorbei an der Bronx), ist seine Natur. Dies ist wohl der einzige Park in NYC, zusammen mit dem Inwood Hill Park der nördlich daran anschließt, der nicht angelegt wurde. Stattdessen entspricht er in etwa der Natur wie sie aussah, bevor New York in seiner heutigen Form erbaut wurde. In seiner Mitte kann man die „Cloisters“ entdecken: ein Museum mittelalterlicher Kunst, das im Stil des Mittelalters erbaut wurde und auch einige Teile echter mittelalterlicher Bauwerke enthält.
Von hier oben hat man einen unwirklichen Blick über Manhatten und die Natur ist insbesondere im Herbst farbenfroh und schön.

2. Mood Designer Fabrics / Stoffe, Schnittmuster & Schneiderzubehör

„Mood“ ist mehr Stofflager als ein Stoffladen. Über mehrere Etagen verteilt bietet er fast alles!
Auch wenn Du keine Stoffe brauchst, lohnt es sich bei Mood vorbeizuschauen. Wer nicht weiß wo genau der Laden ist, wird ihn auch mit Adresse nicht finden. Ich musste mich durchfragen, weil es kein Schild und keinen Hinweis gibt, wo der Eingang ist. Aber die Angestellten in der Straße können alle weiterhelfen.
Das Besondere ist: um in das Stoffreich zu kommen, muss jeder Besucher in einen Lift steigen der von einem Liftboy bedient wird. Jeder sagt ihm wohin es gehen soll und er bringt einen sicher nach oben.
Dort angekommen ist der Blick auf die Massen an Stoffbahnen die bis an die Decke gestapelt werden… erschlagend! Statt meine Koffer mit Stoff zu beschweren, habe ich nur ein Buch über Stoffkunde und einen Rollschneider erstanden.
mood designer fabrics, 225 W. 37th St., NY 10018
moodfabrics.com

3. Frühstücken in Williamsburg: House Of Small Wonder!

Ich weiß nicht ob es ein Geheimtipp ist, aber auch hier gilt: wer nicht weiß wo es ist, wird es nicht finden. Von außen ist dieses Kleinod vollkommen unscheinbar (siehst Du im Bild unten), aber von innen… liebevoll eingerichtet in einem ganz besonderen Stil den ich gar nicht so recht benennen kann: Wände aus dunklem Holz, und ein transparentes Dach legt den Blick auf den Himmel und Bäume frei. Ich hätte niemals so einen romantischen Ort hinter diesem Bretterverschlag erwartet.
Das Frühstück hier ist lecker und auch sehr liebevoll zubereitet. Wir hatten Croissant Croque und einen Mini-Kartoffelgratin mit Tomatensalat.
House Of Small Wonder, 77 N. 6th St. Brooklyn NY 11211
houseofsmallwonder.com

4. Metropolitan Opera: Benjamin Britten „A Midsummer Night’s Dream“

Auch wenn die MET sicher kein Geheimtipp ist: nach anfänglicher Skepsis bin ich nun sehr froh, da gewesen zu sein. Allein schon der Saal, das schöne (in mehrere Etagen aufgeteilte) Foyer und die Atmosphäre sind unvergleichlich. „A Midsummer Night’s Dream“ ist ein Klassiker der hier sehr verspielt-fantasievoll und  auch modern und stellenweise sehr lustig inszeniert wurde.
Lincoln Center Plaza, NY 10023
metoperafamily.org

5. Staten Island Ferry in der Dämmerung

Eine Touristenattraktion die fast nichts kostet. Mit der MetroCard (unbedingt besorgen wenn Du viel Subway fahren willst) ist das eine einfache Strecke, da die Fähre nach Staten Island eine Erweiterung des U-Bahn-Netzes ist. Man trifft dort zum Feierabend größtenteils Berufstätige die nach Hause fahren, aber der Blick aus der Fähre zurück nach Manhattan ist unbezahlbar. Ebenso der Blick auf die beleuchtete Freiheitsstatue. Unbedingt empfehlenswert!
Staten Island Ferry, Subway Haltestelle „South Ferry“, südlichste Spitze Manhattans im Financial District
siferry.com

6. Balthazar, 80 Spring St., Manhattan

Köstlich! Das Restaurant ist immer überfüllt und sowieso teuer – wer aber nur wenig Zeit (und Geld) mitbringt, kann sich in der kleinen „Konditorei” neben dem Restaurant eines der (sehr europäischen) Gebäckteilchen schnappen und vor dem Laden dem Treiben in der Spring Street zuschauen. Absolut empfehlenswert und gibt es übrigens auch in London!

Das alles waren nur Ideen und Anregungen, aber einen Tipp kann ich noch geben: nach 8 Tagen vollem Programm mit wahnsinnig viel Shopping empfehle ich jedem, in dieser schnelllebigen Stadt öfter mal innerlich einen Schritt zurückzutreten und die Stadt auf sich wirken zu lassen. Mehr fühlen, weniger shoppen.
Und noch eine Kleinigkeit: in Bars / Bistros / Cafés ist es empfehlenswert lieber etwas von der großen Tafel hinter dem Tresen zu bestellen, als die Dinge die vorn im Tresen liegen. Es ist einfach meist leckerer!

Ich freue mich schon sehr auf das nächste Mal!

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